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Wer nicht versteht, wo er herkommt, kann nichts verändern. Wir wollen dein Interesse an der Gegenwart wecken. Dazu zeigen wir ein Stück Vergangenheit. Weil beide zusammenhängen und unsere Zukunft bestimmen. Weil vieles in der Zeit der Aufklärung, um die es hier geht, anders war, aber auch manches gleichgeblieben ist.

Vernunft

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Auf dem Kupferstich von Daniel Chodowiecki sieht man eine Frau mit einem Helm und einer Lanze, die oberhalb von einigen Männern steht und über deren Köpfen ihre Arme ausbreitet. Vielleicht so, als ob sie sie segnet oder beschützt. Bei ihr handelt es sich um die Göttin Minerva, die unter anderem auch für Weisheit und Wissen zuständig war. Die Männer darunter gehören verschiedenen Religionen an. Man erkennt einen Mönch mit einem Kreuz in der Hand, eine Juden mit einer Tora-Rolle und einen Moslem, sowie einen protestantischen Geistlichen mit Talar und Halskrause. Die Unterschrift des Bildes auf dem Original lautet "Toleranz". Es stammt aus dem Göttinger Taschenkalender von 1792.

Minerva ist die Göttin der Weisheit. Vor ihr stehen Vertreter verschiedener Religionen. Jeder denkt, dass sein Glaube die Wahrheit ist. Aber wie können sie dann vernünftig miteinander leben? Eine Antwort der Aufklärung war: tolerant sein. Leider bis heute nicht selbstverständlich. Wie weit geht deine Toleranz?

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Aus einer Gießkanne, die wie ein Buch aussieht, wird eine Pflanze begossen. Die Pflanze steht aber nicht in einem normalen Blumentopf, sondern wächst aus einem nach oben offenen Kopf heraus.

Bist du vernünftig? Im Zeitalter der Aufklärung bedeutete es, nicht alles zu glauben, was einem erzählt wurde. Und heute? Was ist vernünftig angesichts von zu viel Autoverkehr und Plastikmüll? Vorschlag: dass man an das Morgen denkt und so handelt, dass es auch anderen gut geht. Manche nennen das nachhaltig.